Globale
Wasser­situation

Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, doch das meiste davon ist salziges Meerwasser, das als Trinkwasser unbrauchbar ist.

Ein weiterer Teil ist in Polarkappen, Gletschern etc. gefroren und damit ebenfalls nicht verfügbar. Die Menschheit muss daher mit einem Bruchteil von einem Prozent der weltweit vorhandenen Wassermenge ihren gesamten Süßwasserbedarf stillen – zum Trinken, zum Bewässern und für die Industrie.

Die weltweiten Wasservorkommen sind sehr ungleich verteilt. Schon heute haben rund 1,2 Milliarden Menschen, hauptsächlich in den Entwicklungsländern, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser*. Bedenkt man zusätzlich die Auswirkungen von Wasserverschmutzung, Klimawandel und wachsender Erdbevölkerung, dann wird klar, dass der Mangel an Süßwasser eines der dringlichsten Probleme der Menschheit darstellt.

* Quelle: Water for the world foundation

Regionale Wasser­situation

In der Steiermark stammen etwa 99 % des Trinkwassers aus Grund- und Quellwasser, weshalb Grundwasser eine zentrale Rolle spielt.

Das Grundwasservorkommen im Grazer Becken ist das größte südlich von Graz und befindet sich 2025 in sehr guter Verfassung. Die rund 14 Meter mächtigen wasserführenden Schichten dienen als verlässlicher Speicher – auch während längerer Trockenperioden. Nach den trockenen Jahren 2019 und 2020 hat sich der Grundwasserspiegel seit Frühjahr 2023 dank regelmäßiger Regenfälle deutlich erholt und lag im Mai 2025 vielerorts über dem langjährigen Durchschnitt. In den Wasserschutzgebieten der Wasserverbände liegt der Grundwasserspiegel zudem zehn Meter über dem Grundwasserstauer – ein solides Fundament für die regionale Versorgung.

Dennoch ist ein bewusster Umgang mit dieser wertvollen Ressource entscheidend: Langfristiger Schutz, nachhaltige Bewirtschaftung und verantwortungsvoller Wassergebrauch sind unerlässlich, um die Trinkwasserversorgung auch künftig zu sichern.