Unsere
Wassersituation
Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, doch das meiste davon ist salziges Meerwasser, das als Trinkwasser unbrauchbar ist.
Ein weiterer Teil ist in Polarkappen, Gletschern etc. gefroren und damit ebenfalls nicht verfügbar. Die Menschheit muss daher mit einem Bruchteil von einem Prozent der weltweit vorhandenen Wassermenge ihren gesamten Süßwasserbedarf stillen – zum Trinken, zum Bewässern und für die Industrie.
Die weltweiten Wasservorkommen sind sehr ungleich verteilt. Schon heute haben rund 1,2 Milliarden Menschen, hauptsächlich in den Entwicklungsländern, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser*. Bedenkt man zusätzlich die Auswirkungen von Wasserverschmutzung, Klimawandel und wachsender Erdbevölkerung, dann wird klar, dass der Mangel an Süßwasser eines der dringlichsten Probleme der Menschheit darstellt.
* Quelle: Water for the world foundation
Regionale Wassersituation
In der Steiermark stammen rund 99 % des Trinkwassers aus Grund- und Quellwasser. Der Schutz dieser natürlichen Ressourcen bildet daher die Grundlage einer sicheren und nachhaltigen Trinkwasserversorgung.
Das Grundwasservorkommen im Grazer Becken zählt zu den bedeutendsten Grundwasserreservoiren der Steiermark und befindet sich weiterhin in einem sehr guten Zustand. Die Grundwasserstände unterliegen natürlichen, saisonalen Schwankungen, die vor allem von Niederschlag, Verdunstung und Vegetation beeinflusst werden.
Die aktuellen Messdaten für 2026 zeigen eine insgesamt stabile Entwicklung ohne Hinweise auf außergewöhnliche Veränderungen des Grundwasserkörpers.
Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser, der langfristige Schutz der Grundwasserressourcen und eine nachhaltige Bewirtschaftung unverzichtbar. Durch die laufende Überwachung der Grundwasserstände und der Wasserqualität können Entwicklungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.